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Kneidlan und Solant

Ein Beitrag von Regina Senfter Stauder

Wer noch so redet, gehört zu den alteingesessenen Sextnern. In Innichen und Toblach schmunzelt man, wenn wir Sextner von „Kneidlan“ sprechen. Im Haupttal, dem Pustertal, ist sie also längst verloren gegangen, diese Bezeichnung der Tiroler Knödel.

Schnitzlan, Omlettlan, Neicklan (= Spatzlan), Wirschtlan, Krapflan und dergleichen mehr gehörte zum Sextner Küchenvokabular.

Die wichtigste Beilage zu den Speckknödeln war der Salat. Solant wurde er genannt. Der vorhergehende Satz steht in der Vergangenheit, da auch dieses Dialektwort für Salat bereits als veraltet angesehen wird oder den Jüngeren sogar schon unbekannt ist. Es erfüllt mich immer ein wenig mit Nostalgie und Wehmut, wenn ich sehe, wie alte Wörter zu Grabe getragen werden, doch ich nehme es zur Kenntnis, dass gesprochene Sprache einem steten Wandel unterworfen ist, bzw. dass wir bewusst oder unbewusst neue Wörter und Sprachmuster verwenden, um vielleicht besser kommunizieren zu können. Schließlich steht Sprache in engster Verbindung mit unseren eigenen Gefühlen und mit denen anderer Menschen. Wir wollen uns verständlich mitteilen und vor allem nicht ausgelacht werden, wenn wir reden.

Doch nun noch einige andere Wörter mit dem Ausklang auf –ant. Raten Sie mal, was das wohl bedeuten könnte: Permant, Solfant, Zimant?

Wermut, Salbei, Zimt waren oder sind damit gemeint.

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