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Heimatpflegeverein Sexten | Ackerschachtelhalm
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Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm / equisetum arvense

So wie die Brennnessel ist auch der Ackerschachtelhalm eines der wichtigsten Heilkräuter schlechthin. Bei unseren ersten Frühlingsspaziergängen finden wir nicht selten am Wegrand seine Wintertriebe bzw. seine Sporenträger. Solche Fundstellen sollte man sich unbedingt genauestens merken, denn diese giftigen Triebe bilden sich bald zurück und nach einiger Zeit schieben sich an derselben Stelle die ersten grünen Pflanzenteile des Ackerschachtelhalms nach oben. Diese Pflanze wird nämlich häufig mit anderen Schachtelhalmgewächsen verwechselt. Hier sei beim Sammeln zur Vorsicht geraten! Denn alle anderen Arten sind giftig.

Inhaltsstoffe:

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind die Kieselsäure und Flavonoide.

Heilwirkung:

Kieselsäure wirkt grundsätzlich gewebestärkend. Die Haut und vor allem das Bindegewebe werden gefestigt. Sie wirkt sich positiv auf das Lungengewebe und den Bereich der Harnwege aus. Auch gegen Haarausfall und brüchige Nägel kann Schachtelhalmtee helfen. Er ist außerdem blutstillend, hilft gegen Blasen- und Nierenleiden und kann nachweislich einen erhöhten Harnsäurespiegel senken. Die in der Pflanze enthaltenen Flavonoide wirken krampflösend.

Anwendung:

Das Kraut sammelt man im Frühjahr und schneidet es sofort nach dem Sammeln klein. Anschließend legt man es zum Trocknen.

Aus dem Kraut bereitet man einen Kaltansatz zu und lässt ihn über Nacht stehen, da man ansonsten die Kieselsäure nicht aus dem Kraut lösen kann. Man sollte den Tee nicht über einen längeren Zeitraum trinken und auch nicht zu intensiv zubereiten.

Bei Blasenleiden kann man Sitzbäder machen und gegen Hautprobleme kann man auch eine Salbe zubereiten.

Schachtelhalmtee eignet sich auch bestens als natürliches Pflanzenschutzmittel. Er stärkt die Pflanze und bekämpft Ungeziefer.

Der alte Volksname Zinnkraut rührt daher, dass man Zinngeschirr wieder zum Glänzen bringt, wenn man es mit Schachtelhalm abreibt, eben aufgrund des hohen Kieselsäuregehaltes.

Regina Stauder

 

Foto: https://www.flickr.com/photos/blumenbiene/28740312258

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