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Heimatpflegeverein Sexten | Eibisch
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Eibisch

Der Eibisch – althaea officinalis

Diese edle, meterhohe Staude aus der Familie der Malven gehörte in jedem Bauerngarten zur Grundausstattung. Zwei weitere bekannte Heilkräuter aus dieser Pflanzenfamilie sind – nebenbei erwähnt – die Käsepappel und die Linde, welche eine ähnliche Heilwirkung wie der Eibisch aufweisen. Die Tatsache, dass er den Beinamen „officinalis“ trägt, deutet schon auf seine vorrangige Stellung unter den Heilkräutern hin. Im Officin aller Apotheken war Eibisch seit alters her fester Bestandteil und somit immer erhältlich. Bereits im antiken Griechenland wurde er als „vielheilend“ bezeichnet. In den Büchern großer Persönlichkeiten wie des Theophrastos von Eresos, der Hildegard von Bingen und des Paracelsus ist er zu finden.

Inhaltsstoffe:

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Eibischs sind seine Schleimstoffe. Chemisch gesehen sind dies Zuckerverbindungen und somit völlig unbedenklich – außer für Diabetiker. Auch leicht entzündungshemmende Stoffe enthält er und wirkt zudem sehr aufputschend.

Heilwirkung:

Eibisch gilt in erster Linie bei Atemwegserkrankungen wie Reizhusten, Bronchitis, Asthma und Kehlkopfentzündung als sehr wirksam. Mittels seiner Schleimstoffe überziehen wir die entzündete Schleimhaut im Atmungsbereich mit einem neuen Film an Schleim. Dadurch stoppen wir eine weitere Reizung und die erkrankte Schleimhaut kann sich erholen und bekommt die Möglichkeit abzuheilen. 

Eibisch nützt aber auch all unseren weiteren Schleimhäuten, etwa den Mundschleimhäuten, der Magen- und Darmschleimschleimhaut, … Also bei Zahnfleischproblemen, Gastritis, Entzündungen des Darms kann die Samtpappel, wie der Eibisch noch genannt wird, in gleicher Weise helfen.

Aber nicht nur für die Schleimhäute, sondern auch für unsere Haut ist er überaus wohltuend. Bei Hautproblemen jeglicher Art (Neurodermitis, Pickeln, Furunkeln, …) kann ein Baden mit Eibischtee oder eine Auflage von Eibischschleim äußerst heilsam sein.

Anwendung:

Von dieser Pflanze können Blätter, Blüten und die Wurzeln verwendet werden, wobei die Wurzeln die meisten Schleimstoffe und die Blüten am wenigsten enthalten. Blätter und Blüten sammelt man im Frühsommer und die Wurzeln werden im Herbst gegraben.

Die vielgepriesenen Schleimstoffe holt man grundsätzlich durch einen Kaltansatz aus einer Pflanze. Für Menschen mit einer Immunschwäche ist es allerdings besser, keine Kaltansätze zu sich zu nehmen. Wenn man mit Wurzelpulver einen Schleim anrührt, übergießt man ihn vor der Anwendung mit siedendem Wasser, damit er steril ist.

Um gut über den Winter zu kommen, sollte Eibisch also in unserer Hausapotheke in der vordersten Reihe stehen, denn wer holt sich nicht schon mal eine Erkältung in der rauen Jahreszeit.

 

Zum Abschluss noch ein altes Sprichwort:

Am besten ist wohl jener dran,

der sich selber helfen kann.

 

Regina Senfter Stauder

 

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Echter_Eibisch_(Althaea_officinalis)_02.jpg

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